LANZAROTE

Charakteristisch für Lanzarote sind in erster Linie unwirkliche Mondlandschaften, bizarre Vulkane und Krater und ausgedehnte Lavafelder. Einen eindrucksvollen Kontrast dazu bilden die in halbkreisförmigen Mulden in schwarzer Vulkanasche angebauten Weinreben, die in leuchtendem Weiß erstrahlenden Weiler und Siedlungen sowie die azurblau und samaragdgrün schimmernden Farben des Atlantiks.

Lanzarote, die östlichste Insel des kanarischen Archipels, wurde 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Seit den Vulkanausbrüchen Anfang des 18. Jahrhunderts ist der Großteil der Insel von einer Schicht aus Lava und Asche bedeckt.
An der Küste von Lanzarote wechseln sich eindrucksvolle Klippen und Felsmassive – wie beispielsweise das Famara-Massiv – mit Stränden goldgelben Sandes an einsamen Buchten ab. Von besonderer Bedeutung sind zweifelsohne die als „Jameos“ bekannten Öffnungen, die durch Einsturz der Deckengewölbe der Vulkanröhren entstanden sind. Der längste vulkanische Tunnel der Welt, der Tiefen erreicht, die unter dem Meeresspiegel liegen, ist der „Túnel de la Atlántida“ (Atlantis-Tunnel), der in der Anlage Los Jameos del Agua besucht werden kann. Nördlich von Lanzarote liegen die kleineren Inseln Alegranza, La Graciosa, Montaña Clara, Roque del Este und Roque del Oeste.

Ein Ausflug zu den folgenden sieben Wundern Lanzarotes sollte zum Pflichtprogramm jedes Besuchers gehören: Jameos del Agua (Anlage mit Vulkanhöhlen und Teichen), Cueva de Los Verdes (Vulkanhöhle), Mirador del Río (Aussichtspunkt), Jardín de Cactus (Kakteengarten), Castillo de San José (Festungsanlage), Monumento al Campesino (Bauerndenkmal), Montañas del Fuego (wörtlich: Feuerberge)

JAMEOS DEL AGUA

  • Öffnungszeiten tagsüber: täglich von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Öffnungszeiten abends: dienstags, freitags und samstags von 19:30 Uhr bis 02:00 Uhr
  • Eintritt: 8,00 € / abends 9,00 €, um 23:00 Uhr Folkloreprogramm
  • Bar und Café: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Souvenir-Laden
  • Zeitdauer: etwa 2 Stunden
  • Tel.: +34 928 848 020

Das Landschaftsschutzgebiet Malpaís de La Corona zeichnet sich durch zahlreiche Vulkanblasen und -höhlen sowie den längsten auf der Welt bekannten Vulkantunnel aus. Quellen des Patronato de Turismo de Lanzarote zufolge, dem hiesigen Fremdenverkehrsamt, verläuft dieser Tunnel vom Vulkan La Corona bis unter das Meer, weshalb man diesem Abschnitt den Namen „Túnel de la Atlántida“ (Atlantis-Tunnel) gab. Bei den Jameos del Agua handelt es sich um ein natürliches unterirdisches Tunnelsystem, das über sechs Kilometer lang ist. Da es sich unter dem Meeresspiegel befindet, ist im Innern durch das Filtrieren des Meerwassers ein kleiner See entstanden, der Lebensraum kleiner blinder Albinokrebsen ist, die für Wissenschaftler von großem Interesse sind.

Dieses architektonische Meisterwerk war das erste vom lanzarotensischen Künstler César Manrique 1968 geschaffene Kunst-, Kultur- und Fremdenverkehrszentrum, bei dem er auf ein Gleichgewicht zwischen Natur und künstlerischem Schaffen setzte. Das Zentrum beherbergt drei „Jameos“ (Öffnungen, die durch Einsturz der Deckengewölbe der Vulkanröhren entstanden sind), ein beeindruckendes Auditorium inmitten einer Vulkangrotte, und ein Zentrum, das sich mit der vulkanischen Aktivität beschäftigt.

CUEVA DE LOS VERDES

  • Besuchszeiten: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Letzter Einlass: 17:00 Uhr
  • Eintritt: 8,00 €
  • Zeitdauer: etwa 1 Stunde
  • Tel.: +34 928 848 484

Die Cueva de Los Verdes befindet sich in der Gemeinde Haría im Norden der Insel. Es handelt sich dabei um einen Abschnitt des gigantischen vulkanischen Tunnelsystems, das als „Jameos del Agua“ bekannt ist. Die Führung dauert rund eine Stunde. Auf dieser Reise ins Innere der Erde erwartet die Besucher auch ein ganz besonders gut gehütetes Geheimnis. Zweifelsohne ein überwältigendes Erlebnis!

CASTILLO DE SAN JOSÉ

  • Öffnungszeiten: täglich von 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr
  • Restaurant: 13:00 Uhr bis 23:00 Uhr
  • Eintritt kostenlos
  • Zeitdauer: etwa 1 Stunde
  • Tel.: +34 928 812 321

Laut Quellen des Patronato de Turismo de Lanzarote, dem hiesigen Fremdenverkehrsamt, wurde die Festung 1779 im Auftrag von König Karl III. von Spanien in der Hafenbucht von Arrecife errichtet, um die Verteidigung der Stadt zu gewährleisten. Das Gebäude, das unter der Aufsicht des Künstlers César Manrique restauriert wurde, beherbergt seit 1975 ein Museum für Zeitgenössische Kunst mit dem Ziel, den bedeutendsten Werken moderner Künstler eine Plattform zu bieten.

Im Restaurant (4 Gabeln) des Castillo de San José kommen die Gäste in den Genuss exquisiter kanarischer und internationaler Gerichte.

MONUMENTO AL CAMPESINO (Bauerndenkmal)

  • Öffnungszeiten: täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • Bar / Café: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • Restaurant: 13 Uhr bis 16:00 Uhr
  • Weitere Infos und Reservierungen: +34 928 520 136
  • Eintritt kostenlos
  • Zeitdauer: etwa 1 Stunde

Das Bauerndenkmal befindet sich in Mozaga an einer Kreuzung, von der Straßen in alle vier Himmelsrichtungen führen. Quellen des Patronato de Turismo de Lanzarote, dem hiesigen Fremdenverkehrsamt, zufolge, beabsichtigte César Manrique, Künstler der Insel, mit diesem Denkmal eine Hommage an unzählige namenlose Bauern Lanzarotes, damit deren Mühen und harte Arbeit nicht in Vergessenheit geraten. Schon von weit her sieht man dieses wunderbare abstrakte Fruchtbarkeitsdenkmal. Wassertanks von Schiffen dienten dazu, einen Bauern mit seinem Vieh darzustellen.

Zum Denkmal gehört auch ein den Bauern gewidmetes Museum, das in einem restaurierten Gebäude im typisch kanarischen Baustil untergebracht ist. Der Architekt erweiterte es, um das ursprüngliche Leben der Inselbewohner möglichst realitätsgetreu widerzuspiegeln. Verschiedene Werkstätten mit Kunsthandwerk Lanzarotes laden hier zu einem Besuch ein. Im Restaurant wird auf der Grundlage traditioneller Rezepte kanarische Küche mit Produkten der Insel serviert.

MONTAÑAS DEL FUEGO (Feuerberge)

  • Öffnungszeiten: täglich von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • Letzte Vulkanroute: 18:00 Uhr
  • Bar / Café: 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Restaurant: 12:00 Uhr bis 15:30 Uhr
  • Tel.: +34 928 173 789
  • Souvenir-Laden
  • Eintritt: 8,00 €
  • Zeitdauer: etwa 2 Stunden

An den Quellen des Lanzarote Tourism Council, „Montañas del Fuego“ oder des Timanfaya Nationalparks, erstreckt sich das West-zufolge, umfasst der Timanfaya-Nationalpark (auch „Montañas del Fuego“ genannt, wörtlich Feuerberge) das zentral-westliche Gebiet von Lanzarote, wo zwischen 1730 und 1736 sowie nochmals 1824 die Vulkanausbrüche zu verzeichnen waren. Über einen Zeitraum von sechs Jahren spuckten die Vulkane immer wieder Lava aus und ließen die Insel erzittern. Die Erdoberfläche der Insel veränderte sich komplett und viele Weiler blieben für immer verschüttet.

Das 54 Quadratkilometer große Gebiet um den Timanfaya wurde 1974 zum Nationalpark erklärt. Es zeichnet sich aus durch seine schwarzen, roten und goldgelben Krater und Landschaften, die von Lava und Asche bedeckt sind: ein Paradies für jeden Mineralogen! Direkt an der Grenze zum Timanfaya-Nationalpark haben Besucher die Möglichkeit, an einer exotischen Kamelsafari teilzunehmen. Ganz in der Nähe befindet sich der sogenannte „Islote de Hilario“, wo der Vulkanologen zufolge geothermische Anomalien beobachtet werden können, denn in nur 2 Metern Tiefe sind Temperaturen von rund 400 ºC zu verzeichnen. Um den Besuchern dies eindrucksvoll vorzuführen, wird Wasser in eine vorhandene Magmakammer gegossen, die es daraufhin als beeindruckende Fontäne wieder ausstößt. Dornlattich-Äste, die man dort auf den Boden legt, entzünden sich unmittelbar und dienen als Feuerstelle für die Zubereitung verschiedenster Gerichte.

MIRADOR DEL RÍO (Aussichtspunkt)

  • Öffnungszeiten: täglich von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Restaurant / Café: 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr
  • Zeitdauer: etwa 1 Stunde
  • Souvenir-Laden
  • Eintritt: 5,00 €
  • Tel.: +34 928 529 397

Einen Besuch dieses Kunst-, Kultur- und Fremdenverkehrszentrums von Lanzarote darf man sich keinesfalls entgehen lassen. Es liegt auf 479 Metern über dem Meeresspiegel an der Steilküste des Famara-Massivs und bietet einen spektakulären Ausblick auf die bewohnte Insel La Graciosa und die restlichen unbewohnten Inseln des Chinijo-Archipels. Zwischen Lanzarote und La Graciosa befindet sich die diesem Zentrum namensstiftende Meerenge „El Río“, die spanische Bezeichnung für Fluss. Der Panoramablick ist so überwältigend, dass er für alle Besucher unvergesslich bleiben wird.

Quellen des Patronato de Turismo de Lanzarote, dem hiesigen Fremdenverkehrsamt, zufolge, geht das Design dieses Bauwerks auf den lanzarotensischen Künstler César Manrique zurück, dem damit abermals die perfekte Integration in die Natur gelang. Einst wurden an dieser Stelle Geschützbatterien installiert.

JARDÍN DE CACTUS (Kakteengarten)

  • Öffnungszeiten: täglich von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Restaurant / Café: 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr
  • Einzuplanende Zeit: etwa 1 Stunde
  • Souvenir-Laden
  • Eintritt: 5,00 €
  • Tel.: +34 928 529 397

Der Kakteengarten befindet sich am Fuße der Windmühle in der Ortschaft Guatiza. Quellen des Patronato de Turismo de Lanzarote, das hiesige Fremdenverkehrsamt, belegen, dass es sich um ein weiteres Werk des lanzarotensischen Künstlers César Manrique handelt. Sein Ziel war es, einen botanischen Garten mit der Flora der Insel zu erschaffen. Der Garten in Form eines Amphitheaters umfasst mehr als 10.000 Exemplare 1.400 verschiedener Pflanzen, die sich auf den Terrassen des abfallenden Geländes verteilen. Der Großteil der Kakteen stammt aus Amerika, aber auch Arten von Madagaskar und den Kanarischen Insel können hier besichtigt werden.

El Golfo, Lanzarote

Ein ganz besonderer Ort, wo das Meer zu brodeln scheint! Zu verdanken ist dies der tosenden Brandung, die ungebremst auf die Vulkanklippen prallt. Ein wahrhaftig spektakuläres Schauspiel!